| << ZURÜCK | Zur Auswahlliste | WEITER >> |
|
Eisenschmelzer von Tourni
Bis in die 1960er Jahre hinein wurde in Tourni Eisen "geschmolzen". Dazu wurden Brennöfen aus Lehm gebaut. Sie wurden mit Holzkohle beheizt und einem Gebläse (Blasebälge) auf Höchsttemperatur gebracht. Das Eisenerz fand man zunächst in unmittelbarer Nähe. Im Brennofen wurden jedoch keine Grade erreicht, die das Eisenschmelzen zuließen. Jedoch konnten die Schmiede, die das "Eisenschmelzen" besorgten, durch die Hitze das Gestein aus dem Eisen heraussprengen. Zurück blieb "Eisenschwamm". Dieser Eisenschwamm wurde durch Schmieden in brauchbare Werkzeuge, vorzugsweise Ackerhacken verwandelt. Später wurden die Wege zu den Erzvorkommen zu weit (teilweise über 10 km) und das Heranschaffen per Fahrrad zu mühsam. Man verwendete lieber Stahl von alten Auto- Blattfedern (auch jetzt noch), um die Hacken für die Bauern zu fertigen. Zudem waren/sind die neuen Hacken auch haltbarer. Einzelne Reste der alten Brennöfen sind noch vorhanden. (1985) |
|